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Dienstag, 07. April 2020

Arbeitssicherheit/Gesundheitsschutz

Nichts ist nachteiliger und teuerer für ein Unternehmen als ein Arbeitsunfall oder eine Berufserkrankung. Über die menschlichen Aspekte eines Personenschadens hinaus wird Ersatz benötigt, leidet das Betriebsklima, ist viel Verwaltungsaufwand erforderlich und sind viele Auskünfte abzugeben (Berufsgenossenschaft, Gewerbeaufsicht). Nicht zuletzt zeigt sich ein erheblicher wirtschaftlicher Nachteil: Bei Kosten von nur 500 €/Ausfalltag und Person ist bei einer Umsatzrendite von 10 % ein zusätzlicher Umsatz von 5000 €/Tag zu erwirtschaften, um nur den Ausgangszustand zu halten. Engagement und Investitionen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bedeuten mehr als wirtschaftlicher Nutzen.

In Deutschland sind die Themenbereiche Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz umfassend definiert und entsprechende Anforderungen beschrieben. In Gesetzen, Verordnungen und behördlichen Auflagen. Und im Regelwerk der Berufsgenossenschaften.

In anderen Staaten der europäischen Gemeinschaft werden diese Bereiche noch unterschiedlich gehandhabt (i. d. Regel existieren dort keine den Berufsgenossenschaften vergleichbare Organisationen). In England (UK) hat ein Arbeitsunfall erhebliche Konsequenzen für das Unternehmen bzw. die Unternehmensleitung („Corporate Manslaughter Act“), so dass sich dort ein verschärfter Standard für die Industrie entwickelt hat: Der British Standard 8800, auch OHSAS genannt (OHSAS = Occupational Health and Safety Assessmant Series; Analyse- und Bewertungssystem der betrieblichen Gesundheitsschutz- und Arbeitssicherheitsanforderungen).

OHSAS entwickelte sich zur internationalen Norm ISO 18001 und dient heute, auch in Deutschland, als Zertifizierungsgrundlage für Arbeitsschutzmanagement-Systeme (AMS).
Die Struktur von OHSAS orientiert sich an der ISO 14001. Ideale Voraussetzungen für ein integriertes EHS-System (EHS = Environment, Health and Safety).